Die Kirche zu Glindow

ZUR GESCHICHTE

Die Wurzel des Ortsnamens Glindow ist das slawische Wort glin(Lehm). Urkundlich genannt wird der Glindower See 1317, als ihn Markgraf Waldemar zusammen mit einigen Orten an das Kloster Lehnin übergibt. Das Dorf Glindow wird 1452 ebenfalls dorthin verkauft. Die Mönche nutzen die reichen Tonvorkommen zur Ziegelherstellung. Ziegelerde wird seit 1462 nach Brandenburg und seit 1508 an die Stadt Spandau geliefert. Bis ins 20 Jahrhundert bleiben die Glindower Ziegelein, von denen die letzte wieder in Betrieb genommen wurde, Hauptlieferant für die wachsende Stadt Berlin. Zunächst wird Glindow vom Kloster Lehnin, seit der Einführung der Reformation (1539) von Werder aus kirchlich betreut. Seit 1872 ist der Ort eine selbstständige Parochie. Das mittelalterliche Gotteshaus verfüllt im Dreißigjährigen Krieg und wird später aus Feldsteinen neu errichtet. Das Gotteshaus wurde von der Gemeinde am 08. November 1853 in einem Festgottesdienst eingeweiht. Beide Weltkriege richteten keinen Schaden an. Nach den Entwürfen von Winfried Wendland erfolgt 1963 eine Renovierung des Innenraums. Dabei wird der Altarraum verändert. Der Altartisch steht nun frei. Ihn schmücken ein Kruzifix und ein Leuchterpaar aus der Erbaungszeit der Kirche. Im Jahre 1964 konnte eine zweite Glocke gekauft werden. Seitdem klingt das Geläut der zwei Glocken vom steilen Turm der Glindower Kirche weithin ins Havelland.
(Nach einem Text von A. Kitschke in: "Kirchen in Potsdam")

DER KIRCHENFÜHRER

Hier können Sie unseren Kirchenführer downloaden.

 

 

 

Kirche zu Glindow

Heilig-Geist-Kirche